Wanderung: 11.4.2007: Frühling auf dem Limberg

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Auch Maiglöckchen-Blätter sehe ich immer mehr. Die Blüten lassen jedoch noch auf sich warten, schliesslich ist ja auch noch kein Mai.

Hier auf diesem Bild sieht man links zwei zusammenstehende Maiglöckchen-Blätter und direkt rechts dahinter ein einzelnes Bärlauch-Blatt.

So dicht können Maiglöckchen und Bärlauch zusammenstehen.

Selbst wenn hier kein Naturschutzgebiet wäre, würde sogar ich hier auf die Bärlauchernte verzichten. Denn auch wenn man den Bärlauch sehr gut kennt, kann einem im Eifer des Gefechts doch schnell eine Verwechslung passieren, so ähnlich wie die Blätter aussehen.

Dort wo die vielen Maiglöckchen und Bärlauche wachsen, stehen auch etliche Pflanzen, die ich für Einbeeren halte.

Allerdings bin ich voller Zweifel, denn Einbeeren haben zwar manchmal nicht nur die typischen vier, sondern fünf oder sechs Blätter, die im Quirl stehen, aber diese hier haben noch viel mehr Blätter. Alle Einbeeren-artige Pflanzen hier in der Ecke haben so viele Blätter.

Ob das wirklich Einbeeren sind?

Mir ist keine andere Art bekannt, die den Einbeeren so nahe verwandt ist.

Dann entdecke ich das mehrjährige Bingelkraut.

Diese Pflanze sieht ja nun eigentlich sehr harmlos und langweilig aus.

Aber ich habe jetzt schon eine ganze Weile danach Ausschau gehalten, denn im Garten wuchert zwar die einjährige Verwandte, aber das mehrjährige Bingelkraut fehlt mir noch in meiner Bildersammlung.

Die anthroposophische Medizin verwendet gerne das mehrjährige Bingelkraut. Es wird von ihnen meist Mercurialis perennis genannt und als Salbe gegen Hautkrankheiten verwendet.

Hier sieht man eine Linde mit Stockaustrieb.

Die Linde wurde vor Jahren komplett abgeschnitten.

Aus der Schnittstelle sind dann mehrere neue Triebe gewachsen.

Nach diesem Prinzip wurde früher der Niederwald kultiviert.

Natürlich darf in so einem üppigen Frühlingswald auch die Anemone nicht fehlen.

Sie wächst hier nicht ganz so oft wie an anderen Stellen, aber immerhin lässt sie sich hier und da blicken.

Der Wald entlässt mich auf das Hochplateau des Limbergs.

Hier wird Weinbau betrieben.

Der Wechsel der Atmosphäre könnte kaum krasser sein. Zuerst noch der lauschige Wald und jetzt brennende Sonnenhitze auf bisher blattlosen Weinstöcken.

Vom hinteren Ende des Limbergs aus hat man einen herrlichen Blick auf die Oberrheinebene in Richtung Norden.

Eine Biene nascht fleissig an den gelben Blüten, die zwischen den Weinreihen wachsen.

Wie eifrig das Bienchen ist.

Es enthuscht immer wieder so schnell, von Blüte zu Blüte, dass ich es kaum schaffe, ein scharfes Bild davon zu knipsen.

Hier in der Ecke des Limberges steht auch der Keltengrab-Hügel.

Dieses Keltengrab ist der sichtbarste Teil der jahrtausendealten Geschichte dieses Bergplateaus.

Etwas weiter nach Süden gab es noch ein römisches Kastell, eine frühmittelalterliche Burg und sogar ein befestigtes steinzeitliches Dorf. Aber von all diesen ärchäologischen Schätzen ist leider nichts mehr zu sehen.

Man kann aber durchaus behaupten, dass hier Menschen ansässig waren, seit sie anfingen steinerne Siedlungen zu bauen.

Zwischen den Weinpflanzen blüht hier auch die Traubenhyazinthe.

In Gärten wäre das zwar nichts Besonderes, aber wild wachsend sind Traubenhyazinthen eine echte Rarität.

Und hier stehen sie einfach so zwischen dem "Weinbergs-Unkraut".

Obwohl der Weg über den Weinberg eigentlich nicht weit ist, wird er mir doch ziemlich lang, denn ist inzwischen brennend heiss hier oben.

Ich habe mich zwar schon mehrmals mit starker Sonnenmilch eingerieben, aber mein Gesicht brennt im Sonnenschein und daher creme ich mich noch einmal ein. Und auf dem Weg durch die Weinreben senke ich meinen Kopf, damit mir die Sonne nicht so stark ins Gesicht brennen kann. Ob ich wohl um einen Sonnenbrand herumkomme?

(Später weiss ich: ich habe Glück gehabt und wahrscheinlich hat auch die Sonnenmilch geholfen. Mein Gesicht ist nur leicht gerötet)

Ein wenig gruselt es mich vor dem Klimawandel. Wenn es jetzt schon im April so heiss ist....

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