Wanderung:
Vom Liliental zum Neunlinden-Turm

8,7 km


Kuhschelle Der Frühling ist ideal, um dem Liliental einen Besuch abzustatten. Hier blühen zahlreiche kleine und große Pflanzen, wenn man zum richtigen Zeitpunkt kommt, sieht man sogar die Obstbäume blühen.

Damit aus dem Spaziergang im Liliental eine richtige Wanderung wird, steigen wir anschließend auf den nahegelegenen Totenkopf-Gipfel mit seinem Neunlinden-Turm. Von hier aus haben wir eine herrliche Aussicht über das Rheintal.

Im großen Bogen steigen wir schließlich wieder herab bis zurück zum Liliental.

Eine abwechslungsreiche Wanderung für etwas Geübte. Sie bietet einige recht steile Passagen, ist aber großteils eher bequem. Wandertaugliche Schuhe sind empfehlenswert. Als Halbtagswanderung gut geeignet.


Am Gasthaus zur Lilie beginnt die Wanderung.

Eigentlich ja schon ein paar Meter vorher, denn wir sind mit dem Auto gekommen und haben auf dem Parkplatz kurz vor dem Lilienhof geparkt.

Ein paar Gäste sitzen vor dem Lilienhof, aber im Vergleich zu sonnigen Wochenenden ist es heute sehr friedlich.

Zunächst gehen wir auf einem breiten Wanderweg an einem Park voller unterschiedlicher Bäume entlang.

Die Bäume sind noch nicht alle belaubt.

Doch die kleinen Mammutbäume halten in jeder Jahreszeit die grüne Stellung.

Zur Zeit blühen zahlreiche Obstbäume.

Das ganze Liliental hat das Hochzeitskleid angelegt.

Auch Apfelbäume sieht man überall blühen, mit ihrem zarten Weiß-Rosa.

Auf einer Wiese steht ein Insektenhotel mit Warnschildern davor.

Das zeigt deutlich, dass das Insektenhotel inzwischen gut angenommen wurde und zahlreiche Insekten beherbergt.

Man kann es auch kräftig summen und brummen hören.

Doch ich wage mich nicht näher ran, um die Insekten nicht zu stören.

In der Nähe blüht noch eine Kuhschelle, eine Rarität, die hier im Kaiserstuhl öfter anzutreffen ist.

Man sieht aber, dass es eigentlich schon etwas zu spät für Kuhschellen ist, denn daneben stehen schon etliche verblühte Pflanzen.

Auch die Kaiserstuhl-Anenome finden wir.

Diese Besonderheit blüht hier in großer Zahl und bildet richtige kleine Blütenteppiche.

Die Blüten der Kaiserstuhl-Anenome sind viel größer als die von normalen Anemonen. Sie sind fast so groß wie die Kuhschellen, mit denen sie auch verwandt sind.

Im Birkenwäldchen, wo man im Frühling meist besonders viele Orchideen finden kann, lassen die Orchideen bislang noch auf sich warten.

Nur einige der unauffälligen Zweiblätter sehen wir und eine vereinzelte Knabenkraut-Knospe. Bestimmt ist es aber bald so weit, mit der Orchideen-Fülle.

Die vielen Birken im Birkenhain gefallen mir immer wieder gut.

Solch eine lichte Baumfülle, leicht und dennoch erdverbunden.


Hier ist man ganz von Birken umgeben, wie in einem zarten Zauberwald.

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Hinter dem Birkenhain kommen wir zu den großen Mammutbäumen.

Hier wurde ein ganzer Wald dieser herrlichen Bäume gepflanzt. Doch diesen Wald lassen wir heute rechts liegen.

Unser weiterer Weg führt uns nach einem kurzen Abstecher auf die Orchideenwiese quer über die ganze Westflanke des Lilientals auf einem kurvigen Weg.


Liebliche Obstbäume stehend blühend am Hang.

Zur größeren Ansicht des Panoramas

Über die Obstwiesen hinweg kann man schon sehr gut den Sendeturm auf dem Totenkopfgipfel sehen.

Er scheint zum Greifen nah, doch ich weiß, dass wir noch steil bergauf gehen müssen, bevor wir ihn erreichen.


Über den Wiesenhang hinweg öffnet sich ein wunderbares Schwarzwald-Panorama.

Zur größeren Ansicht des Panoramas

Anschließend geht es in den Wald hinein.

Bevor wir unser Ziel erreichen, wird es noch einmal richtig steil.

Am Wegrand wächst Lungenkraut.

Diese klassische Heilpflanze ist inzwischen selten geworden.

Ich finde sie nur auf wenigen meiner Wanderungen.

Dann erreichen wir den Neunlinden-Turm.

Dieser Turm wird natürlich bestiegen, damit wir die Aussicht genießen können.

Der Blick geht über das Rheintal und reicht heute nicht nur bis zum Schwarzwald und zu den Vogesen, sondern sogar bis zum Schweizer Jura-Gebirge.

Die Jura-Berge sieht man aber nur zart und schwach in Südrichtung, dort wo der deutlich sichtbare Schwarzwald zu Ende ist.


Weil es so herrlich ist, hier noch ein Panorama-Bild des Ausblicks über Schwarzwald und südliche Rheinebene.

Zur größeren Ansicht des Panoramas

Nach ausgiebiger Fernsicht verlassen wir den Neunlindenturm wieder. Am Grill- und Festplatz vorbei geht es auf der anderen Seite des Berges wieder hinunter.

Zunächst geht es eine Weile steil bergab.

Danach führt uns der Weg ein Stück weit auf dem Bergkamm nach unten. Links und rechts von uns geht es abwärts. Mir gefällt es immer wieder gut, auf Bergkämmen zu wandern.

An einer lichten Stelle des Waldes sehen wir mehrere Einbeeren.

Diese faszinierenden Pflanzen blühenden gerade mit kleinen gelben Fäden.

In der Mitte kann man schon sehen, wie die Beere entsteht.

Wir kommen durch ein Waldstück, das vor hellem Grün nur so strotzt.

Solch ein intensives Grün sieht man hier nur im Frühling.

Sobald wir etwas tiefer kommen, finden wir auch Bärlauch.

Er wächst hier in großen Teppichen und der ganze Wald duftet nach seinem würzigen Aroma.

In der Nähe der Bärlauch-Fülle gibt es auch einen Grillplatz mit kleiner Hütte und Tümpel.
Ein ebener, breiter Weg führt uns zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Schließlich erreichen wir wieder den Lilienhof.

Inzwischen ist hier alles still.

Auch wir sind müde und freuen uns aufs Ausruhen nach diesen vielen Natureindrücken.


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