Wanderung: Von Bickensohl zum Totenkopf

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Ganz weit unten wächst auch der Mauerpfeffer, der hier in der Gegend an keiner trockenen Stelle fehlt.
Ein Berberitzen-Strauch fällt mir ins Auge, mit seinen länglichen roten Früchten.

Diesmal wage ich es, eine der Beeren zu probieren. Sie schmeckt sauer, ganz wie erwartet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man aus den Beeren eine leckere Marmelade kochen kann, wenn man eine Lösung für die Kerne findet. Hier wachsen allerdings nicht genug Berberitzen, um diesen Versuch in Angriff zu nehmen.

In der Nähe wächst der Purgier-Kreuzdorn mit seinen schwarzen Beeren.

Aus diesen sollte man besser keine Marmelade kochen, es sei denn, man will massiv abführen.

Probiert habe ich die Beeren sicherheitshalber nicht, aber ich rechne eigentlich nicht mit einem guten Geschmack bei ihnen.

An manchen Stellen wächst reichlich Eisenkraut und blüht mit seinen zierlichen weiss-rötlichen Blüten.
Der rote Klee hier sieht besonders schön aus.

Oder habe ich vielleicht sonst nicht so gründlich hingeschaut?

Es ist erstaunlich, welche Pflanzenschönheit wir als alltäglich hinnehmen und normalerweise keines zweiten Blickes würdigen, weil wir eine Pflanze als Alltagskraut oder gar als Unkraut wahrnehmen.

Mit kräftig sonnengelben Farbtupfern drängt sich eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse ins Auge.

Die Blüten sind die wahre Pracht, doch wie heisst diese Pflanze bloss?

Bei den gelben Korbblütlern fällt mir die Antwort auf diese Frage oft schwer, mal abgesehen vom Löwenzahn, denn ich sehr gut von anderen Gelblühern unterscheiden kann.

Zurück zu der Pflanze am Weinberg: Ist es nun ein Wiesen-Pippau oder ist es vielleicht ein Savoyer Habichtskraut?

Die Form der Blätter ist es schliesslich, die mich zu letzterem tendieren lässt, denn die Zacken der Blätter zeigen eher zur Spitze als zum Stengel. Aber sicher bin ich mir noch lange nicht, ob es sich wirklich um ein Savoyer Habichtskraut handelt.

Im Gras entdecke ich einige Braunnellen.

Diese kleinen Blumen stehen an dieser Stelle nicht im Mittelpunkt, man muss sich, wie üblich, auch sehr weit runterbeugen, um ihnen zu begegnen.

Auch Schafgarbe wächst zwischen den Weinreben.

Der Kräuter-Reichtum der Rebterassen hängt wohl auch damit zusammen, dass die Winzer vom gründlichen Hacken eher abgekommen sind und sich mehr und mehr das schlichte Abschneiden der hohen Wildkräuter und Liegenlassen des Schnittgutes verbreitet hat.

Die Wegwarte blüht an einigen Stellen ausgesprochen prachtvoll.

Ein treuer Begleiter an den Wegen ist die Wegwarte schon den ganzen Sommer lang.

Da wird sie ihrem Namen voll gerecht.

Dort, wo der Weinlehrpfad an der höchsten Stelle angekommen ist, mache ich eine Vesper-Pause auf einer Bank.

Am Rand des kleinen Plateaus wächst Wirbeldost mit seinen wie zerzaust wirkenden Blüten.

Auch Blut-Storchschnabel wächst an der Picknickstelle.

Das samtige Dunkelrosa finde ich ganz enorm.

Kein Wunder, dass auch die leuchtenden Geranien dieser Familie entstammen.

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